Von seiner Kindheit in Nigeria bis nach Kreuzberg erzählt Segun, wie Dürren und Wasserknappheit den Alltag in Westafrika verändern. Der Rundgang beleuchtet Klimakrise und Umweltzerstörung sowie daraus resultierende Konflikte und Migration aus einer nicht-eurozentrischen Perspektive.
- Klima-Migration
- Perspektivwechsel
- nicht-eurozentrischen Perspektive
| Dauer | 2 Stunden |
|---|---|
| Teilnehmer | Sollten sich weniger als sechs Teilnehmende für die Tour anmelden, behalten wir uns vor, den Stadtrundgang abzusagen. Dafür bitten wir um Verständnis. Bereits gezahlte Beträge werden in diesem Fall vollständig erstattet. |
| Wichtige Informationen | Die Tour findet auf Englisch statt. Teilnahme von Pressevertreter*innen Bei einigen Touren sind möglicherweise Pressevertreter*innen dabei. Darüber informieren wir natürlich am Anfang der jeweiligen Tour. Solltest du auf keinerlei Bildmaterial erscheinen wollen, wird dies selbstverständlich respektiert und entsprechend berücksichtigt. Tourabsage Sollten sich weniger als sechs Teilnehmende für die Tour anmelden, behalten wir uns vor den Stadtrundgang abzusagen. Bereitsgezahlte Beträge werden in diesem Fall vollständig erstattet. |
Weitere Informationen
Segun ist in Nigeria geboren und aufgewachsen und hat dort am eigenen Leib erfahren, wie sich die Klimakrise auf den Alltag auswirkt. In Westafrika führen extreme Wüstenbildung und Wasserknappheit zum Schwund lebenswichtiger Ressourcen. Was oberflächlich oft als ethnische Spannungen erscheint, sind in Wirklichkeit klimabedingte Konflikte: Da Land, Wasser und Weideland verschwinden, löst der intensive Wettbewerb schwere Konflikte zwischen den Gemeinschaften aus. Auf seinem Stadtrundgang beleuchtet Segun diese nicht-eurozentrischen Perspektiven und zeigt, wie die Umweltzerstörung Westafrika unverhältnismäßig stark trifft und ganze Gesellschaften umgestaltet.In Kreuzberg, wo seine eigene Geschichte in Berlin begann, führt Segun euch zu Orten wie dem Oranienplatz, dem Engelbecken, dem Feuerwehrbrunnen und dem Görlitzer Park, die mit seinem Leben verbunden sind. Ausgehend von seinem Hintergrund als politischer humanitärer Aktivist, der an der südlichen EU-Außengrenze in Sizilien tätig war, erklärt er die tiefen Zusammenhänge zwischen Klimawandel und Migration, die in unserem Alltag oft verborgen bleiben. Dabei erzählt Segun, wie es sich anfühlt, in Berlin als Migrant wahrgenommen zu werden, und eröffnet einen Dialog darüber, wie wir zusammenleben wollen und welche Hoffnungen wir für die Zukunft hegen.Seguns Führung regt dazu an, gängige Wahrnehmungen und Darstellungen rund um das Thema Migration zu überdenken. Er beleuchtet die institutionellen Lücken im EU-Asylverfahren und zeigt auf, wie Migration nicht nur in Europa, sondern weltweit komplexe Herausforderungen mit sich bringt. Segun setzt sich aktiv für politischen Wandel ein: Er fordert eine Änderung der Dublin-Verordnung und die rechtliche Anerkennung von „Klimaflüchtlingen“ im Rahmen des internationalen Flüchtlingsrechts. Dieser Rundgang ist eine Einladung, das eigene Verständnis von Vertreibung zu hinterfragen, deren tiefe Verbindungen zum Klimawandel zu untersuchen und Seguns Geschichte direkt von ihm selbst zu hören.